Wenn es um dicke Querschnitte geht, ist das autogene Brennschneiden das Verfahren der Wahl. Maßgenaue Zuschnitte aus Baustahl und Qualitätsstahl bis 300 mm Stärke – direkt vom Stahlhändler, ohne Umwege.

 

Das Verfahren: Autogenes Brennschneiden

Beim autogenen Brennschneiden wird der Werkstoff durch einen Sauerstoffstrahl in Kombination mit einer Vorwärmflamme getrennt. Das Verfahren nutzt die exotherme Reaktion von Eisen mit reinem Sauerstoff – der Stahl 'verbrennt' gezielt entlang der Schnittlinie.

Das Ergebnis: saubere, maßgenaue Trennschnitte auch bei sehr hohen Materialstärken, die für Säge- oder Wasserstrahlverfahren wirtschaftlich nicht mehr darstellbar sind.

 

Ihre Vorteile auf einen Blick

  • Besonders wirtschaftlich ab ca. 30 mm Materialstärke
  • Materialstärken bis 300 mm – und auf Anfrage darüber hinaus
  • Großformatige Zuschnitte aus Blechen und Blöcken realisierbar
  • Komplexe Konturen und Lochbilder möglich
  • Bewährtes Verfahren für Baustahl und niedriglegierte Stähle
  • Nachbearbeitung (Entschlackung, Richten, Fräsen) auf Anfrage
Wann ist Brennschneiden besonders wirtschaftlich?

Ab einer Materialstärke von ca. 30 mm spielt das Brennschneiden seine Stärken voll aus. Der Investitionsaufwand pro Schnitt ist deutlich geringer als beim Wasserstrahlschneiden – bei gleichzeitig hoher Schnittleistung auch in großformatigen Platten und Blöcken. Für Baustahl und niedriglegierte Qualitätsstähle ist es das bewährteste und kostengünstigste Trennverfahren.

Technische Daten

Materialstärke ca. 10 mm bis 300 mm (und darüber auf Anfrage)
Schnittverfahren Autogenes Brennschneiden
Geeignete Werkstoffe Geeignete Werkstoffe S235JR, S355J2, C45, 42CrMo4 und weitere unlegierte / niedriglegierte Stähle
Konturen Konturen Gerade Schnitte, komplexe Konturen, Lochbilder
Nachbearbeitung Nachbearbeitung Entschlackung, Richt- und Fräsarbeiten auf Anfrage
Besonderheit Besonders wirtschaftlich ab ca. 30 mm Materialstärke

Geeignete Werkstoffe

Das autogene Brennschneiden eignet sich für unlegierten und niedriglegierten Stahl. Folgende Güten werden regelmäßig verarbeitet:

  • Baustahl: S235JR, S355J2+N
  • Qualitätsstahl: C45 / 1.1730
  • Vergütungsstahl: 42CrMo4 / 1.7225
  • Weitere unlegierte und niedriglegierte Stähle auf Anfrage

Nicht geeignet ist das Verfahren für Edelstahl, Aluminium und Nichteisenmetalle – hier empfehlen wir unseren Wasserstrahlschneidservice.

Typische Anwendungsfälle

Brennzuschnitte kommen überall dort zum Einsatz, wo große Massen und Querschnitte wirtschaftlich getrennt werden müssen:

  • Maschinenbau: Grundplatten, Träger, Stützteile
  • Schwermaschinenbau: Großformatige Strukturbauteile
  • Stahlbau: Rahmenteile, Verstärkungsbleche
  • Formenbau und Werkzeugbau: Vorformen aus Blockware (bis ca. 150 mm)
  • Druckbehälter- und Anlagenbau: Flansche, Böden, Ringe

Brennschneiden oder Wasserstrahl? Die richtige Wahl

Beide Verfahren haben ihre Stärken – entscheidend ist der Anwendungsfall:

Kriterium Brennschneiden Wasserstrahl
Materialstärke 10 – 300 mm+ bis ca. 200 mm
Toleranz ±1–2 mm ±0,1 mm
Thermischer Einfluss Vorhanden Keiner
Geeignet für Werkzeugstahl Nein Ja
Werkzeugstahl geeignet? Ja Nein
Wirtschaftlichkeit Mittelstark Sehr gut bei großen Stärken

Zuschnitt und Werkstoff aus einer Hand

Als Stahlhändler mit eigenem Zuschnittservice erhalten Sie bei Jennerstahl alles aus einer Hand: Wir liefern den passenden Werkstoff und fertigen den Brennzuschnitt nach Ihren Vorgaben. Kein zweiter Dienstleister, kein zusätzlicher Transportweg – direkt ab unserem Lager in Plattling.

Bei Bedarf koordinieren wir auch Nachbearbeitungsschritte wie Entschlackung, Richten oder Planfräsen mit unseren Partnerbetrieben.

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