Komplexe Konturen, empfindliche Werkstoffe, enge Toleranzen – das Wasserstrahlschneiden liefert dort präzise Ergebnisse, wo andere Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Bei Jennerstahl erhalten Sie Wasserstrahlzuschnitte direkt vom Stahlhändler: ohne Umwege, aus einer Hand.
Das Verfahren: Wasserstrahlschneiden mit Abrasiv-Strahl
Beim abrasiven Wasserstrahlschneiden wird ein fein gebündelter Hochdruckwasserstrahl mit Granatsand versetzt und auf das Material gerichtet. Der Schnitt erfolgt rein mechanisch – ohne Hitze, ohne Schmelze, ohne Veränderung des Werkstoffgefüges.
Das macht das Verfahren besonders wertvoll für Materialien, bei denen thermischer Einfluss unerwünscht ist: Werkzeugstähle, gehärtete Stähle, Edelstahl, Aluminium und viele Nichteisenmetalle.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Kein thermischer Einfluss – Gefüge bleibt unverändert, keine Aufhärtung
- Komplexe 2D-Konturen und Innenausschnitte in einem Arbeitsgang
- Toleranz ±0,1 mm für präzise Passgenauigkeit
- Gratarme Schnittkanten – minimale Nachbearbeitung erforderlich
- Geeignet für nahezu alle gängigen Werkstoffe
- Materialstärken bis ca. 200 mm (werkstoffabhängig)
Beim Brennschneiden oder Laserschneiden entsteht Wärme, die das Gefüge des Materials verändern kann – besonders kritisch bei Werkzeugstahl. Wasserstrahlschneiden erzeugt keine Aufhärtungen, keine Verzugszone, keine veränderten Materialeigenschaften. Das Bauteil bleibt exakt so, wie der Werkstoff es vorgibt.
Technische Daten
| Materialstärke | bis ca. 200 mm (werkstoffabhängig) |
| Toleranz | ±0,1 mm |
| Schnittverfahren | Abrasiv-Wasserstrahl mit Granatsand |
| Geeignete Werkstoffe | Werkzeugstahl, Edelstahl, Qualitätsstahl, Aluminium, Messing, Kupfer, Bronze |
| Besonderheit | Keine Gefügeveränderung, keine Aufhärtung |
| Konturen | Komplexe 2D-Formen, Innenausschnitte, Freiformkonturen |
Geeignete Werkstoffe
Das Wasserstrahlschneiden eignet sich für ein breites Materialspektrum:
- Werkzeugstahl (z.B. 1.2379, 1.2842, 1.2311)
- Edelstahl / rostfreie Stähle (z.B. 1.4301, 1.4404)
- Qualitätsstahl (z.B. S355, C45)
- Aluminium (alle gängigen Legierungen)
- Messing, Kupfer, Bronze
- Weitere NE-Metalle auf Anfrage
Nicht geeignet ist das Wasserstrahlschneiden für Werkstoffe, die bei Wasserkontakt korrodieren oder sich zersetzen. Bei Fragen zur Materialeignung beraten wir Sie gerne.
Typische Anwendungsfälle
Wasserstrahlzuschnitte kommen überall dort zum Einsatz, wo Präzision und Werkstoffintegrität entscheidend sind:
- Werkzeugbau: Schneidplatten, Formplatten, Einsätze
- Formenbau: Kavitätenzuschnitte, Einlegeteile
- Maschinenbau: Präzisionsbauteile, Lagerschilder, Abdeckungen
- Prototypen und Einzelteile ohne Werkzeugkosten
- Zuschnitte aus Lagerware – direkt ab Platte oder Block
Wasserstrahl, Brennschneiden oder Sägen? Eine Orientierung
Nicht jedes Verfahren passt zu jedem Auftrag. Hier eine kurze Orientierung, wann Wasserstrahlschneiden die richtige Wahl ist:
| Kriterium | Wasserstrahl | Brennschneiden |
|---|---|---|
| Thermischer Einfluss | Keiner | Vorhanden |
| Materialstärke | bis ca. 200 mm | 10 – 300 mm+ |
| Toleranz | ±0,1 mm | ±1–2 mm |
| Konturkomplexität | Sehr hoch | Mittel |
| Werkzeugstahl geeignet? | Ja | Nein |
| Wirtschaftlichkeit | Mittelstark | Sehr gut bei großen Stärken |
Wasserstrahlzuschnitte direkt vom Stahlhändler
Als Stahlhändler mit eigenem Zuschnittservice bieten wir Ihnen einen entscheidenden Vorteil: Sie bestellen Werkstoff und Zuschnitt aus einer Hand. Kein zusätzlicher Dienstleister, keine doppelten Transportwege, keine unnötigen Wartezeiten.
Ob Einzelstück oder Kleinserie – wir fertigen Ihre Wasserstrahlzuschnitte auf Basis unserer Lagerware und liefern schnell und zuverlässig.
Teilen Sie uns Werkstoff, Abmessungen und Kontur mit – wir melden uns schnell mit einem Angebot.